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CDU fordert Sofort-Programm gegen Verspätungen bei der Bahn


18. August 2006

Die CDU Brieselang fordert von Bahn und Landesregierung ein Sofort-Programm gegen die anhaltenden Verspätungen im Öffentlichen Schienenpersonennahverkehr.

Weiterhin nerven Verspätungen und verpasste Anschlüsse die Pendler zwischen Nauen und Berlin. Seit Anfang August nehmen die Unpünktlichkeiten im regionalen Zugverkehr wieder zu, weiß Peter Deblon vom CDU-Vorstand zu berichten. Nur ein Beispiel: Am letzten Mittwoch verpasste der verspätete RE 2 aus Berlin um 19:10 Uhr wieder einmal den als Anschlusszug ausgewiesenen RB 10 in Berlin-Spandau. Für dutzende Pendler bedeutete dies einen erneuten ungeplanten Aufenthalt von rund einer halben Stunde.

 Allzu oft sehen sich die Pendler in Spandau freundlichem aber hilflosem Bahnpersonal gegenüber. Resignierte Antworten wie, „das interessiert die da oben doch gar nicht“, müssen der Vergangenheit angehören, betont der CDU-Vorstand in Brieselang. „Das Land ist in der Pflicht, eine angemessene Qualität bei den bestellten Zugverbindungen von der Deutschen Bahn AG zu fordern“,  verlangt der Vorsitzende Kurt Jakob.

Nicht nur abends, auch morgens haben die Züge Verspätungen, heißt es bei der Brieselanger CDU. Gleisänderungen werden angekündigt und dann rückgängig gemacht, so dass die Fahrgäste nur dem abfahrenden Zug nachsehen können.

Der Vorstand der Brieselanger Union fordert deshalb ein Sofort-Programm von der Brandenburgischen Landesregierung sowie der Deutschen Bahn AG. Insbesondere die häufigen Betriebsstörungen in Berlin – das sind defekte Weichen, Stromtrassen oder ausgefallene Lokomotiven – müssen konsequent bekämpft werden. Als Besteller der Leistung hat das Land ein Recht auf angemessene Qualität bei der Ausführung der bestellten Leistung. Hier ist die  Chefetage der Bahn gefordert.

Ärgernis vieler Pendler in den voll besetzten Zügen zwischen Brieselang und Berlin-Zentrum sind auch die unzumutbaren Luftverhältnisse. Klimaanlagen haben die alten, noch aus DDR-Beständen stammenden RB-Wagons nicht, die Fenster lassen sich nur einen Spaltbreit öffnen, kritisiert Deblon. Es sollten nur Wagen mit Klimaanlage eingesetzt werden. „Am besten, das Land greift unseren Brieselanger SX-Bahn-Vorschlag auf und lässt schon bald neue Shuttle-Züge fahren“.

Bis dahin gehört nach Ansicht des CDU-Vorstandes ein Stopp des Regionalexpress’ RE 4 in Brieselang wieder in den regulären Fahrplan. Diese Position unterstützt der Offene „Arbeitskreis Bahn und Nahverkehr“ Brieselang.

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