Title: Besserer Fahrplan
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Proteste erreichten Verbesserung für Bahnpendler


21. September 2006

Die massiven Proteste im Osthavelland zum aktuellen Fahrplan haben bewirkt, dass bei der Bahn ab Dezember wenige, aber sinnvolle Verbesserungen in Kraft treten. Die CDU Brieselang freut sich mit den anderen Initiativen und Verbänden, die sich im Aktionsbündnis "Pro Regionalverkehr Osthavelland" zusammen geschlossen haben. Unser Gemeindeverband ist über den Offenen "Arbeitskreis Bahn und Nahverkehr" Brieselang beteiligt.

Nach Aussagen gegenüber dem Aktionsbündnis hält DB Regio auch 2007 am aktuellen Bedienkonzept mit RB 10 und RB 14 fest. Kürzungen bleiben aus, obwohl die Regionalisierungsmittel des Bundes 2007 zurück gefahren werden. Das Land Brandenburg hatte Einsparungen angekündigt.

Nach der vorliegenden Angebotsplanung binden RB 14 (Nauen - Senftenberg) und RB 10 (Nauen - Spandau / Charlottenburg) das Osthavelland weiter an die Hauptstadt an. Die RB 10 fährt regelmäßig bis Spandau und im Berufsverkehr bis Charlottenburg. Die Zeit des Berufsverkehrs wird verschoben. Nach Charlottenburg abfahrende Züge am Morgen verlassen Brieselang bis 8.29 Uhr (also eine Stunde länger als bisher), dafür aber offenbar nicht mehr um 4.29 Uhr, sondern erst 5.29 Uhr.

Neu ist, dass die RB 10 ab Dezember in Spandau ganztägig Anschluss an die RE 4 erhält. Diese kommt aus Rathenow und fährt weiter über die Stadtbahn Richtung Cottbus. Der Anschluss erfolgt am gleichen Bahnsteig mit einer Umsteigezeit von etwa 5 Minuten. Ausnahmen bilden lediglich die Züge der RB 10 um 10.51 Uhr in Spandau sowie der Wochenend-Zug der RB 10, der 15.58 Uhr in Spandau endet. Schuld sind außer Takt fahrende Fernverkehrszüge zwischen Hamburg und Berlin. Aber: Fast ganztägig besteht so alle 30 Minuten eine schnelle Verbindung von Brieselang ins Zentrum. Die RB 14 fährt durch; beim Umstieg von der RE 10 in den RE 4 entfällt der Halt in Charlottenburg. So können Fahrtzeiten bis Hauptbahnhof von etwa 35 Minuten erreicht werden. Stadtauswärts wurde der Fortbestand des Übergangs von der RE 4 auf die RB 10 zugesagt.

Die CDU Brieselang begrüßt die Verbesserung. Das Engagement des überörtlichen Aktionsbündnisses von Initiativen aus Spandau, Finkenkrug und Brieselang zeigt, dass die Bürger mit sachlichem Protest Veränderungen erreichen können.

Weitgehend ohne Reaktion geblieben ist hingegen die Resolution der CDU-Mitgliederversammlung zur Zukunft der Bahnanbindung (http://www.cdu-brieselang.de/448.0.html#1204). Zum Ende der Sommerferien hatte der Vorstand des CDU-Gemeindeverbandes die Resolution an die Spitzen der Großen Koalition im Landtag Brandenburg sowie das Verkehrsministerium verschickt. Darin werden auch die permanenten Verspätungen der RB-Linien 10 und 14 kritisiert. Das berechtigte Anliegen griffen die CDU-Landtagsabgeordneten Dieter Dombrowski und Barbara Richstein auf. Dombrowski bestätigte im persönlichen Gespräch mit Vorstands- und Fraktionsmitgliedern der Brieselanger CDU die Dringlichkeit des Problems. Frau Richstein kündigte eine parlamentarische Anfrage im Landtag an. Aus dem Ministerium hätte heute, nach vier Wochen, aber längst eine Antwort erteilt sein müssen, kritisiert Vorsitzender Kurt Jakob.

Der Parteivorstand wird nachhaken.


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