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Fünf Kommunen bündeln ihre Kraft
Aus der MAZ, 28.11.2006
Ziel ist mehr Gehör bei der Regierung
INGO HENSEKE
WUSTERMARK. Die Gemeinden Wustermark, Brieselang, Dallgow-Döberitz und Schönwalde-Glien sowie die Stadt Falkensee wollen künftig enger als bisher zusammenarbeiten. Entsprechende Beschlüsse in den Gemeindevertretungen und in der Stadtverordnetenversammlung wurden bereits gefasst oder stehen kurz vor der Beschlussfassung. Hauptziel dieser neuen Gemeinschaft im Osthavelland ist es, gegenüber dem Land Brandenburg kraftvoller als bisher auftreten zu können. Das haben die Bürgermeister Bernd Drees (SPD, Wustermark), Wilhelm Garn (CDU, Brieselang) und Bernd Hemberger (Freie Wähler, Dallgow-Döberitz) jetzt offiziell bekannt gegeben.
Hintergrund des Bündnisses ist die Tatsache, dass das Land Brandenburg vor einiger Zeit eine neue Förderstrategie beschlossen hat. Darin sind unter anderem 15 so genannte regionale Wachstumskerne ausgewiesen worden. Bei ihnen handelt es sich um "Gemeinden oder Verbünde von Gemeinden, die sich im Sinne der Landesregierung durch ihre im Vergleich besonders vielversprechenden wirtschaftlichen und wissenschaftlich-technischen Potentiale auszeichnen".
Kein weißer Fleck auf Dauer
An sich eine gute Sache, finden die Bürgermeister. Allerdings hat diese Konzeption aus ihrer Sicht einen entscheidenden Haken: Die fünf Osthavelland-Gemeinden kommen in ihr nicht vor. Sie bilden sozusagen einen weißen Fleck. "Wir müssen uns ganz einfach abstimmen und unsere Kräfte bündeln", erklärte Bernd Drees. "Anderenfalls kann es passieren, dass wir auch bei künftigen Planungen einen weißen Fleck bilden. Das aber wollen wir nicht." Darüber hinaus sei es wichtig, auch bei der Neuaufstellung des integrierten Landesentwicklungsplanes Berlin-Brandenburg geschlossen aufzutreten. Bei Windrädern ist es zu spät Wilhelm Garn verwies darauf, dass in den fünf Kommunen immerhin gut 74 000 Menschen leben.
Hinzu kommen bedeutende Firmen im Güterverkehrszentrum Wustermark und im Warenwirtschaftszentrum Brieselang ebenso wie das B-5-Designer-Outlet und die Döberitzer Heide. "Das ist schon was, und daraus kann man vor allem noch eine Menge mehr als bisher machen. Aber dazu müssen wir an einen Tisch", sagte Garn. Wäre dies früher geschehen, hätte man beispielsweise auf die Zahl der Windkraftanlagen auf der Nauener Platte weit mehr Einfluss ausüben können. "Wir helfen uns natürlich selber, aber aus Potsdam muss da noch ein bisschen obendrauf", ergänzte Jürgen Hemberger. Seine Gemeinde etwa baut zurzeit für 1,5 Millionen Euro eine neue Grundschule und bekommt dafür vom Land nicht einen Cent.
Brieselang hat 10 670 Einwohner, Dallgow mit Seeburg 7900, in Wustermark sind es 7694. Den stärksten Zuzug in diesem Jahr verzeichnet Dallgow (300 Neubürger), gefolgt von Brieselang (200) und Wustermark (100.)
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