Wilhelm Garn >  Presse >  Presse-Spiegel >  04.04.2007 | Konzept für Sportplatz >  
   

Die große und die kleine Lösung


Aus der MAZ, 04.04.2007

Der Brieselanger Fichtesportplatz muss dringend saniert werden – das Konzept wurde am Montag vorgestellt

ANKE FIEBRANZ

BRIESELANG. Schüler, Vereins- und Breitensportler – sie alle sollen sich künftig auf dem Brieselanger Fichtesportplatz tummeln. Unter guten Bedingungen, ohne sich ins Gehege zu kommen. Brieselang könnte in den nächsten Jahren – so vorsichtig muss man es derzeit noch formulieren – vernünftige Außensportanlagen bekommen. Dazu soll das bisherige Sportplatzgelände zwischen Karl-Marx-Allee und Paul-Mewes-Damm saniert und erweitert werden. Eine lang erwartete erste Konzeption stellte Bürgermeister Wilhelm Garn (CDU) am Montagabend in der gemeinsamen Sitzung des Sozial- und Entwicklungsausschusses vor.

Etwa 20 Frauen und Männer hatten im Publikum Platz genommen, viele waren vom Fußballverein Grün-Weiß, der für seine vielen Jugendmannschaften bessere Trainingsmöglichkeiten dringend benötigt. Auf der Planzeichnung des Büros Consult aus Potsdam konnte man die Zukunft sehen: Kernstück ist das Großfeld mit einem Platz im Inneren von 100 mal 64 Metern, Laufbahnen außen herum, zwei Weitsprunggruben, einer Kugelstoßanlage. Im nördlichen Teil des Ovals könnte eventuell ein Multifunktionsfeld entstehen, wo für Sportarten wie Basket- oder Volleyball Platz wäre. Nördlich des Großfeldes sind derzeit das Kleinsportfeld mit 50 mal 40 Metern plus Beleuchtung sowie Parkplätze angeordnet.

Gerade in diesem Bereich könnte aber noch hin- und hergeschoben werden. Das hängt von mehreren Faktoren ab: Einmal davon, ob die Gemeinde noch Eigentümer von einer Fläche werden kann, die am ehemaligen Rosengarten liegt, aber bislang nicht der Gemeinde gehört. Mit den Besitzern gebe es intensive Verhandlungen über einen Gebietstausch, sagte der Bürgermeister. Gelänge der, könnte das Kleinfeld dorthin rutschen.

Zweitens ist vieles davon abhängig, ob sich die Gemeindevertreter am Ende aller Diskussionen für eine große oder kleine Lösung entscheiden. Die kleine würde, grob gesagt, bedeuten: Sanierung der Sportanlagen plus Erweiterung des jetzt eher dürftigen Sanitärtraktes. Die große Variante: Auch der ehemalige Rosengarten wird einbezogen. Was die Sache teuerer macht. Wie das Sportplatzprojekt finanziert werden kann, soll demnächst Thema des Haushalts- und Finanzausschusses sein. Aus den Zahlen, die der Bürgermeister in dieser ersten Vorstellung nannte, konnte man ableiten, dass eine Minimalvariante etwa 1,1 Millionen Euro und eine Maximalvariante rund 2,1 Millionen Euro kosten würde.

Brieselang steht zwar auf der regionalen Prioritätenliste an erster Stelle beim Förderprogramm "Goldener Plan Ost". Deprimierend aber sei, dass die Landesregierung in den kommenden Jahren nichts ins Havelland schießen wolle, weil dort in der Vergangenheit recht viel gelandet ist, so Bürgermeister Garn.

Brieselang ist eben spät dran, aber nun muss endlich was passieren. Das Konzept für die Sportanlagen und die Einbeziehung aller Nutzer von Anbeginn fand am Montag die Zustimmung quer durch alle Fraktionen. Auch Grün-Weiß-Chef Harald Klos und Schulleiter Christof Kürschner waren den Ideen zugeneigt. Doch wie immer steckt der Teufel in den Details. So wird nun zu diskutieren sein, ob der Sportplatzplan als große Lösung und im Gesamtkonzept verabschiedet wird – Befürworter war unter anderem Michael Koch (CDU), oder ob innerhalb des Ganzen relativ schnell die Finanzierung fürs Großfeld auf den Weg gebracht werden soll – wie Lutz Kriebel (Bürger für Brieselang) anregte. Erst einmal müsse klar sein, wie was finanziert werden könne, sagte Michael Förster (UCB). Ob ein Veranstaltungssaal im alten Rosengarten notwendig und leistbar sei, hielt er noch nicht für entschieden. Und Norbert Jütterschenke (SPD) meinte, zuerst müsse eine Vergabe ans Planungsbüro erfolgen, das dann Vorschläge für die Details macht.

Im Mai, spätestens im Juni, soll das Sportplatzkonzept beschlossen werden. Ein ehrgeiziges Ziel.

Das Konzept für den Sportplatz


Im Original: Das Konzept für den Um- und Ausbau des Fichte-Sportplatzes in Brieselang

 

 
Druckvorschau zurück