2008-05-21
CDU sieht Vorteile und solide Investitionen als realistisch
Die Gemeindevertretung Brieselang entscheidet in der nächsten Woche über die Frage, in welchem Umfange der Fichte-Sportplatz für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet werden kann.
Es spricht viel für die große Lösung: Der Bedarf ist da. Für tausende Nutzer, darunter viele Jugendliche, muss die Gemeinde endlich ansprechende Möglichkeiten schaffen. Dies sind neben den Fußballern aller Altersklassen vor allem die Schüler von Robinson- und Oberschule. Aber auch für andere Bürger, die sich in Leichtathletik oder in anderen Sportarten betätigen wollen, muss Brieselang Voraussetzungen anbieten, derer wir uns nicht länger zu schämen haben.
Der Sportverein Grün-Weiß Brieselang hat nicht nur Erwartungen sondern realistische Ideen und Konzepte entwickelt, wie es in den nächsten Jahren weiter gehen kann. Wie der SV den Fichte-Sportpatz zum Sport- und Freizeitzentrum für Generationen entwickeln möchte, dabei die Betreibung selbst übernehmen, selbst investieren sowie Fördermittel und private Investoren gewinnen möchte, erläuterte der SV-Vorstand am Montag dieser Woche den Gemeindevertretern. Eine Fraktion blieb der Info-Veranstaltung fern. Leider jene, die der erforderlichen großen Lösung bisher ablehnend gegenüber steht.
Die Finanzierung ist vertretbar. Trotz sinkender Rücklage ist das Geld, das die Gemeinde investieren kann, gut angelegt. Gleichzeitig erfolgt mit der Zahlung für den Tunnel an der Schillerstraße eine spürbare Entschuldung im Haushalt. Damit sinkt die finanzielle Belastung des Haushaltes der Gemeinde in den kommenden Jahren. Die Entnahme aus der Rücklage widerspricht keinen gesetzlichen Vorgaben oder moralischen Kategorien! Die gesetzliche Pflichtrücklage bleibt trotz Schillerstraßentunnel und trotz großer Sportplatz-Variante unangetastet. Der Kreistag gibt jetzt 100.000 Euro dazu. Also nutzen wir die Chance.
Die Verwaltung hat das Vorhaben solide vorbereitet. Dass die Verwaltung auch solide haushaltet, zeigt sich an einem oft verschwiegenen Detail. Der Kassenkredit der Verwaltung stand 2003 bei Anschlag 1,9 Millionen Euro. Inzwischen ist er auf 0 abgeschmolzen und wird seit langem nicht mehr gebraucht. Außerhalb der Haushaltspläne reduzierte die Verwaltung unter Bürgermeister Garn effektiv die Verbindlichkeiten.
Mit den vertretbaren Investitionen von zusammen 850.000 Euro für das Großspielfeld schafft es die Gemeinde, die Bürgerschaft zu motivieren, Betriebskosten einzusparen und Mehrwert zu generieren. Dafür ist die Investition aller Ehren wert. Wer jetzt die große Lösung ablehnt, muss auch sagen, dass auf Jahre hinaus eine Sanierung des Großsportfeldes nicht mehr bezahlt werden kann.
Investoren stehen bereit, die mehr bewegen wollen, als es die Gemeinde kann. Es geht also um eine finanzielle Hebelwirkung, ebenso wie beim Straßenbau nach dem Brieselanger Modell. Darum muss die Gemeinde jetzt die große Lösung umsetzen!
Peter Deblon, Gemeindevertreter, CDU-Vorsitzender Brieselang
Ralf Kothe, Vorsitzender des Ausschusses für Gemeindeentwicklung