2008-05-28
"Jawoll" und "Na endlich" - so lauteten die ersten spontanen Reaktionen vieler Brieselanger Sportler im überfüllten Sitzungssaal des Rathauses Brieselang nach dem Beschluss, das Großspielfeld des Fichtesportplatzes noch 2008 zu sanieren.
Eine große Mehrheit der Gemeindevertretung folgte mit dem Beschluss zum Nachtragshaushalt 2008 der Argumentation der CDU-Fraktion. Der Vorsitzende der Unionsfraktion, Michael Koch, führte aus, dass mit dem Projekt ein notwendiges, seit Jahren längst überfaelliges Anliegen der Gemeinde realisiert wird. Es trage maßgeblich zur Verbesserung der Infrastruktur und zum Erscheinungsbild der Gemeinde bei, zeigte er sich überzeugt. Es stärke darueber hinaus die Chancen des Breitensports in Brieselang und insbesondere die aktive Jugendarbeit der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder.
Entgegen anderer Behauptungen ist das Vorhaben haushalterisch verantwortlich kalkuliert, so der Vorsitzende der Brieselanger CDU, Gemeindevertreter Peter Deblon. Brieselang finanziert den Sportplatz, den Neubau der KITA sowie den Schillertunnel ohne neue Schulden und ohne Kassenkredit. Gleichzeitig wird die Rücklage deutlich über dem gesetzlich vorgeschriebenen Niveau gehalten, betonte Deblon.
Mitglieder der Fraktionen von SPD und Linke übernahmen die Argumentation der CDU. Diese hatte seit Dezember dafür geworben, bei einem positiven Haushaltsabschluss für 2007 einen weiteren Betrag für die Sportplatzsanierung bereit zu stellen. Ursprünglich waren 300.000 Euro vorgesehen. Der beschlossene Nachtragshaushalt sieht 851.000 Euro (inklusive einer Förderung vom Landkreis in Höhe von 100.000 Euro) vor. „Die CDU hat heute unter Beweis gestellt, dass wir Worten auch Taten folgen lassen“, fasst Koch die Beschlüsse des Abends zusammen. Vorausgegangen war eine fast ein halbes Jahr andauernde Debatte über den Nachtragshaushalt.
Der Haushalt wurde gegen die Stimmen der drei BFB-Mitglieder angenommen.