Mitgliederversammlungen sind nirgendwo ein Hit
Daher hat der Vorstand des CDU - Gemeindeverbandes Brieselang beschlossen, die Versammlung künftig aufzuteilen in einen informellen Teil und in ein Podiumsgespräch zwischen Politikern unterschiedlicher Lager.
Die erste Versammlung dieser neuen Art fand am 12.05.2004 in der „Sportlerklause“ statt.
Als Gäste waren der Bürgermeister von Nauen, Herr Detlef Fleischmann, und der Bürgermeister der Gemeinde Brieselang, Herr Wilhelm Garn, erschienen. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch den Vorsitzenden des Gemeindeverbandes Kurt Jakob wurde der informelle Teil abgehandelt. Die Mitglieder erhielten nähere Informationen über die eingeleiteten Aktivitäten - Unternehmerstammtisch, Vereinsstammtisch - und über geplante Aktivitäten, wie z.B. Vorgehen gegen Vandalismus.
Danach begann das Podiumsgespräch. Bei der kurzen Vorstellung ergab sich, dass eigentlich keiner der beiden Bürgermeister den Beruf des Bürgermeisters erlernt hatte. Der eine Bürgermeister kommt aus der Mess- und Regeltechnik, der andere war Manager. Erstaunlich waren trotz unterschiedlicher politischer Lager die Übereinstimmungen in den Sachfragen, die sich schon nach kurzen Beiträgen zeigten:
Die Gemeindegebietsreform ist halbherzig durchgeführt worden.
Durch stärkere Zusammenarbeit der Gemeinden müssen Nachbesserungen erreicht werden.
Positiv hierbei ist, dass die Gemeinden Nauen und Brieselang näher zusammenrücken und einige Aufgaben gemeinsam lösen wollen.
Die Kommunalabgabe ist schlecht, nicht richtig durchdacht. Auch hier sind Nachbesserungen erforderlich.
Auch beim Thema Vandalismus gab es viele Übereinstimmungen. Es besteht in beiden Gemeinden Handlungsbedarf. Detlef Fleischmann: „Es muss auch mal wehtun". Beide Bürgermeister wollen sich dafür einsetzen, dass mehr Täterverfolgung durchgeführt wird und dass jugendliche Täter härter bestraft werden. Auch beim Thema „Jugendarbeit" gab es viele Übereinstimmungen. Jugendarbeit mit links geht nicht. Hier sind vor allem in den Gemeinden Profis gefordert. Es gibt genügend Pläne. Wilhelm Garn: „ Die Mitarbeit von Kirchen und Vereinen ist unverzichtbar, die Verwaltung kann nicht alles leisten." Beide Bürgermeister kamen überein, sich über laufende Projekte auszutauschen.
Die Veranstaltung wurde beendet mit der Aussage von Detlef Fleischmann: „Ich freue mich über jeden, der sich engagiert, die Partei ist mir dabei völlig egal."
Dem ist nicht viel hinzuzufügen, aber es sollte doch die CDU sein, die hier voran geht.
Kurt Jakob
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