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Kurt Jakob bereitet die Wahl des ersten Seniorenbeirates mit vor. Er kandidiert auf Vorschlag der CDU.


In Brieselang wird Wahl vorbereitet


Aus der MAZ vom 27. Mai 2004

ANKE FIEBRANZ

BRIESELANG. Flugblätter kursieren in diesen Tagen in Brieselang. Adressaten sind die älteren Einwohner der Gemeinde. Absender ist ein Team, das sich mit der Gründung des Seniorenbeirates befasst. Gisela Hadamik von der Volkssolidarität, CDU-Ortsverbandsvorsitzender Kurt Jakob und Meinhard Jagdmann von der Wählergemeinschaft Bürger für Brieselang (BfB) bilden das Trio, das derzeit die Wahlveranstaltung am 12. Juni vorbereitet. Jagdmann hofft, dass an diesem Tag möglichst viele Brieselanger, Bredower und Zeestower Senioren in die Aula der Robinsongrundschule kommen, um über ihre Interessenvertretung abzustimmen.

In Brieselang leben derzeit 2400 Menschen, die älter als 55 Jahre sind. 2620 Einwohner der Gemeinde sind Kinder und Jugendliche bis 20 Jahre. Jagdmann spricht von einem günstigen Verhältnis von Alt und Jung. Mit dem Seniorenbeirat sollen Interessen der betagteren Generation in den Mittelpunkt gerückt werden, so der Brieselanger. In den letzten Jahren wurde in der Kommune viel für die Jungen getan, Schulen und Kitas wurden unter anderem gebaut. Das kritisiert Meinhold Jagdmann nicht: Bei den hohen Zuzügen von Familien habe man Schwerpunkte setzen müssen.

Und dem 64-Jährigen ist natürlich bewusst, dass es in der Gemeinde schon viele Vereine und Institutionen gibt, die für ältere Bürger da sind: Volkssolidarität, Sozialstation, Kirche, Chöre und Sportvereine gehören dazu. Die Kernfrage für den neuen Beirat werde es daher sein, "die Seniorenarbeit zu organisieren, ohne in Konkurrenz zu Vorhandenem zu treten. Viele Bürger sind gar nicht organisiert, sie sollen auch einbezogen werden und einen Ansprechpartner für ihre Anliegen haben." Jagdmann, der früher Landschaftsarchitekt war und später beruflich mit Finanzierungen im Gesundheitswesen zu tun hatte, wird am 12. Juni selbst für den Seniorenbeirat kandidieren und tritt als Bewerber für die Wählergemeinschaft BfB an. Sieben Mitglieder sollen insgesamt gewählt werden plus sieben Nachrücker. Gespräche mit Parteien, Wählergruppen, Vereinen, der Kirche, der Volkssolidarität - eben mit allen, die Seniorenarbeit angeht, seien geführt worden, so Meinhard Jagdmann. Zwölf Kandidaten stehen bis jetzt auf der Liste. "Am Tag der Wahlveranstaltung selbst sind weitere Vorschläge zugelassen", erklärt er. Gewählt sind die sieben, die am 12. die meisten Stimmen haben. In einer konstituierenden Sitzung bestimmt der Beirat später aus seinen Reihen den Vorsitzenden und die anderen Mitglieder des Vorstandes.

"Nach Rathenow und Nauen wird Brieselang den dritten Seniorenbeirat im Landkreis Havelland haben." Dieser gibt sich nach der Wahl auch ein Arbeitsprogramm. Dabei sei weder das Rad neu zu erfinden, noch sei ein Abklatsch schon bestehender Vereinsarbeit vorgesehen, beteuerte Jagdmann. Er spricht von ergänzenden Angeboten in Abstimmung mit der Vollkssolidarität, die allein in Brieselang und Bredow weit über 500 Mitglieder hat, und allen anderen. "Computerkurse für Senioren, Seminare zum Umgang mit dem Handy, eine Veranstaltung zum Erbrecht" könnten angeboten werden." Immer vorausgesetzt, es gibt dies noch nicht anderweitig. Darüber hinaus - und das ist ganz wichtig - haben die Brieselanger Gemeindevertretung und deren Gremien künftig die Pflicht, bei allen Beschlüssen, die die Belange Älterer betreffen, den Seniorenbeirat anzuhören.

Artikel erschienen in der Märkischen Allgemeinen Zeitung / Der Havelländer, Donnerstag, 27. Mai 2004

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